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	<title>Motorrad - Weltreise - Joachim von Loeben - triparoundtheworld.de -</title>
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	<description>Motorrad Weltreise</description>
	<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 12:21:56 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>Weihnachten in Peru</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Dec 2008 15:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe</dc:creator>
		
		<category>99. alle beiträge</category>

		<category>2.0 Peru</category>

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		<description><![CDATA[ 	Unsere „erste“ Weihnachtsfeier in Lima, Peru, findet im Waisenhaus Hogar de Vida statt. Wir wollen 50 mit Aids erkrankten Kindern das Weihnachtsfest versüßen. Dazu haben wir im Vorfeld verschiedenste Geschenke gekauft. Die Kinder sind zwischen 2-14 Jahren alt, da muss man sich schon was einfallen lassen&#8230;
Als wir im Heim ankommen, verschwinde ich schnell im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Unsere „erste“ Weihnachtsfeier in Lima, Peru, findet im Waisenhaus Hogar de Vida statt. Wir wollen 50 mit Aids erkrankten Kindern das Weihnachtsfest versüßen. Dazu haben wir im Vorfeld verschiedenste Geschenke gekauft. Die Kinder sind zwischen 2-14 Jahren alt, da muss man sich schon was einfallen lassen&#8230;</p>
<p>Als wir im Heim ankommen, verschwinde ich schnell im Medikamentenzimmer des Hauses. Jetzt wird aus einem Abenteurer ein richtiger Weihnachtsmann! Ich lege mir das rote Filzkostüm an. Zum Schluss kommt der weiße Bart ins Gesicht. Dann kann es los gehen. Die Kinder toben vor Freude, als ich den Raum betrete. Einige kleben an meinen Beinen und wollen sie gar nicht mehr loslassen. Sie sind aufgeregt und schwer zu beruhigen, doch wir schaffen es schließlich sie auf Stühle zu setzen. Als erstes bekommen sie alle ein weißes T shirt von uns. Ein schönes Bild, der Weihnachtsmann zwischen allen Kindern mit weißem frischen T-Shirt.</p>
<p>Die Spannung steigt. Jetzt bekommt jedes Kind sein individuelles Geschenk. Die kleineren Kinder bekommen Malbücher oder Memory Spiele, die größeren Mädchen Barbie Puppen und die großen Jungen Puzzle oder Werkzeuge. Alle sind glücklich mit Ihren Geschenken. Sie bedanken sich bei mir. Ein breites Lachen erstrahlt ihr Gesicht.</p>
<p>Dann kommt der Höhepunkt für peruanische Kinder. Eine Pinata  (eine bunte Figur aus Pappmachee, gefüllt mit Süßigkeiten) wird aufgehängt. Besser gesagt, ich stelle mich auf einen Stuhl und halte sie in die Höhe. Sie ist ganz schön schwer, so muss ich öfters den Arm wechseln. Die Kinder schlagen mit einem Mazo (einem Plastikknüppel) auf die Pinata ein, bis sie kaputt geht und sich ein bunter Strom von Bonbons und anderen Köstlichkeiten auf die Köpfe ergiesst. Es wird sich um die Süßigkeiten gebalgt, erst dann kehrt Ruhe ein. Wir servieren das Weihnachtsmahl. Heute wird Pute aufgetischt. Schmatzend sitzen die Kinder am Tisch und lecken sich die Finger. Zum Nachtisch verteilen wir Kuchen, dann heißt es Abschied nehmen. Die Kinder sind traurig und winken uns hinterher. Sie fragen, ob wir nächstes Jahr wiederkommen. Ich muss lügen - möchte sie nicht noch trauriger machen.</p>
<p>Allen Spendern und Helfern für dieses Projekt recht herzlichen Dank. Besonderer Dank geht an die Firma Hazet, Werkzeuge, die eine größere Sachspende für diese Feier beigesteuert hat.</p>
<p>Wer unsere weiteren Projekte in Südamerika und Afrika unterstützen möchte, der kann dies tun unter Spendenkonto:</p>
<p><strong>Kontoinhaber: Joachim von Loeben<br />
Konto Nr: 17506411<br />
Bankleitzahl: 120 300 00<br />
SWIFT-BIC: BYLADEM 1001<br />
Verwendungszweck: „Kilometerkauf“<br />
DKB Bank</strong></p>
<p><img width="1" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/d2924da59ff34610848f675d55545037" />
</p>
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		<title>Weihnachtsspendenaktion</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 00:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe</dc:creator>
		
		<category>99. alle beiträge</category>

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		<description><![CDATA[ 	Spendenaufruf für meine Weihnachtsaktion
Am Anfang möchte ich mich bei allen meinen Spendern bedanken, die mir in der Vergangenheit geholfen haben. Durch Eure Unterstützung konnten schon 10 Projekte in verschiedenen Ländern der Erde durchgeführt werden. Vielen bedürftigen Kindern wurde geholfen. Hier der LINK:
http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/?page_id=52
Zu Weihnachten möchte ich an den Erfolg der letzten Weihnachtsaktion in Goa, Indien [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<strong>Spendenaufruf für meine Weihnachtsaktion</strong></p>
<p>Am Anfang möchte ich mich bei allen meinen Spendern bedanken, die mir in der Vergangenheit geholfen haben. Durch Eure Unterstützung konnten schon 10 Projekte in verschiedenen Ländern der Erde durchgeführt werden. Vielen bedürftigen Kindern wurde geholfen. Hier der LINK:<br />
<a href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/?page_id=52">http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/?page_id=52</a></p>
<p>Zu Weihnachten möchte ich an den Erfolg der letzten Weihnachtsaktion in Goa, Indien anknüpfen. Ich will in einem Waisenhaus in Lima, Peru zusammen mit 50 Kindern Weihnachten feiern. Das Besondere an dem Waisenhaus Vida de hogar – es handelt sich um Waisenkinder, die mit dem Aids Virus infiziert sind. Viele der Kinder haben nur noch eine kurze Lebenserwartung!</p>
<p>Im Rahmen der Vorbereitungen habe ich mit der Direktorin des Heims gesprochen. Zum Weihnachtsmahl wollte ich Spanferkel servieren, eine Spezialität in Peru. Der Vorschlag wurde abgelehnt. Die Kinder können Schweinefleisch nicht vertragen. Danach fragte ich, ob ich Schokolade verteilen kann. Leider dürfen sie auch keine Schokolade essen, denn die starken Medikamente, die sie einnehmen haben ihre Lebern angegriffen. Trotz  der anfänglichen Hindernisse bin ich mir sicher, es wird eine schöne Weihnachtsfeier geben.</p>
<p>Ich würde mich freuen, wenn Ihr meine Aktion finanziell unterstützt.</p>
<p><strong>Spendenkonto:<br />
</strong><strong>Kontoinhaber: Joachim von Loeben<br />
Konto Nr: 17506411<br />
Bankleitzahl: 120 300 00<br />
SWIFT-BIC: BYLADEM 1001<br />
Verwendungszweck: „Kilometerkauf“<br />
DKB Bank<br />
</strong></p>
<p>Das Geld sollte bis zum 16.12. auf dem Spendenkonto sein, denn ich muss noch die Einkäufe für die Feier tätigen.<br />
Schon jetzt – vielen Dank für Eure Hilfe. Ich wünsche Euch allen eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit.<br />
Viele Grüsse<br />
Joachim
</p>
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		<title>Brasilien: Bootsfahrt auf dem Amazonas</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 21:50:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe</dc:creator>
		
		<category>99. alle beiträge</category>

		<category>1.9 Brasilien</category>

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		<description><![CDATA[ 	Ich fahre die Strasse BR 174 von Boa Vista nach Manaus. Die Strasse führt durch ein Indianerreservat. Ich traue meinen Augen nicht, da läuft ein halbnackter Mann mit Pfeil und Bogen direkt am Straßenrand herum. Ich dachte für derartige Bilder müsste ich erst kilometerweit in den dichtesten Urwald fahren. Vor der Dunkelheit wechsele ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Ich fahre die Strasse BR 174 von Boa Vista nach Manaus. Die Strasse führt durch ein Indianerreservat. Ich traue meinen Augen nicht, da läuft ein halbnackter Mann mit Pfeil und Bogen direkt am Straßenrand herum. Ich dachte für derartige Bilder müsste ich erst kilometerweit in den dichtesten Urwald fahren. Vor der Dunkelheit wechsele ich noch schnell in einer Dorfwerkstatt meinen Hinterreifen. Es gibt kein spezielles Gerät, so müssen wir zu zweit den Mantel von der Felge lösen. Er hat nur 10.000 Kilometer durchgehalten.</p>
<div class="mypicsgallery"><a rel="lightbox[brasilien]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/amazonas1.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/tumbs/tmb_amazonas1.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[brasilien]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/amazonas2.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/tumbs/tmb_amazonas2.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[brasilien]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/amazonas3.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/tumbs/tmb_amazonas3.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[brasilien]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/amazonas4.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/tumbs/tmb_amazonas4.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[brasilien]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/amazonas5.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/tumbs/tmb_amazonas5.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[brasilien]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/amazonas6.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/tumbs/tmb_amazonas6.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[brasilien]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/amazonas7.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/tumbs/tmb_amazonas7.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[brasilien]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/amazonas8.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/tumbs/tmb_amazonas8.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[brasilien]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/amazonas9.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/brasilien/tumbs/tmb_amazonas9.jpg" alt="" title="" /></a></div>
<p>Am nächsten Tag rolle ich nach Manaus ein. Dort treffe ich Pascal. Eine weitere Couchsurfing Bekanntschaft. Er arbeitet für eine Organisation zum Schutze der Yanomami Indianer im Nordwesten von Brasilien. Er ist großzügig. Er tritt mir sein Bett ab, während er in der Hängematte schläft. Am Abend fahren wir zur Ponta Negra, dort können wir bei einem kalten Bier den Sonnenuntergang über dem Rio Negro bestaunen.</p>
<p>Am nächsten Morgen stellen wir aller Hand Recherchen an. Ich möchte ein Teilstück der Transamazonica fahren - ein kleiner Traum von mir. Es stellt sich heraus, dass auf einer Strecke von 600 km kein Benzin zu beziehen ist. Hinzu kommt die schon etwas unsichere Wetterlage, es regnet viel und Regen verwandelt die Strasse in eine Schlammpiste. Wenn ich allein fahre, müssen die Konditionen hundertprozentig stimmen, denn erschwerend kommt noch hinzu, ich spreche kein Wort Portugiesisch. Ich muss auf ein Boot umsteigen. So eine Amazonasfahrt hat aber sicherlich auch seinen Reiz.</p>
<p>Am Abend treffe ich auf Jörg aus Deutschland. Er verdient sein Geld in Brasilien mit der Mitarbeiter Akquise für den Direktvertrieb von Parfum. Ein hartes Brot, wie er meint. Die Brasilianer springen auf diese Art von Geschäftsidee nicht an. Er will mir morgen bei der Bootssuche behilflich sein. Das finde ich sehr nett und gerne nehme ich das Angebot an.</p>
<p>Das Boot nach Porto Velho finden wir relativ schnell, denn heute fährt nur ein Schiff. Schwieriger gestalten sich die Verhandlungen über die Transportkosten, aber Jörg lebt schon seit 10 Jahren in Brasilien und er handelt für mein Motorrad und mich einen guten Preis aus. Für 4 Tage Schifffahrt rund 100 Euro! Das Motorrad muss zwischen einem Haufen von Kartons versteckt werden, denn eigentlich darf das Schiff keine betriebsbereiten Fahrzeuge transportieren. So verschwindet das Motorrad unter einem Haufen von Kartons mit Babywindeln. Davor werden noch etliche Paletten Bier gestapelt. Schiffschrauben, Autoreifen, Mehl, Farben, Baustahl, Wein, Speiseöl und gekühlter Fisch sind auch an Bord.</p>
<p>Jetzt gehen wir in die Stadt, um eine Hängematte für mich zu finden. Sie muss stabil genug sein, um 95 Kilo auszuhalten. Wir finden ein vertrauenswürdiges Modell, auf dem ich die nächsten 4 Nächte schlafen werde. Danach machen wir einen Streifzug durch den lokalen Obst und Gemüse-Markt. Er wird für mich zur Probierstube von exotischen Säften- Guayana, Assi und andere Früchte des Namen, ich schon wieder vergessen habe, wandern in meinen Magen.</p>
<p>Mein Schiff läuft gleich aus. Wir eilen zurück, um meine Hängematte zu spannen. Der beste Platz ist auf den Oberdeck vorne links. Auf der rechten Seite befindet sich der Auspuff des Schiffsmotors und hinten die Toiletten- beides Störfaktoren für einen geruhsamen Schlaf. Die Hängematten hängen dicht an dicht, oft sind es nicht mal zehn Zentimetern von Nachbarn zu Nachbarn. Auf meiner linke Seite schlafen Leonardo und Karina aus Argentien in einer! Hängematte, rechts Darren aus den USA.</p>
<p>Um acht Abends legen wir mit einiger Verspätung ab. Ein tolles Gefühl Manaus die Metropole vom Amazonas unter Licht zu verlassen. Unsere Fahrt führt acht Stunden über den Amazonas, danach geht es auf den Rio Madeira nach Porto Velho.</p>
<p>Früh am Morgen um 6,30 Uhr pfeift der Smutje dreimal mit der Trillerpfeife. Frühstück ist angerichtet, oder besser gesagt die brasilianische Version davon- Kaffee und ein Brötchen mit Butter.</p>
<p>Dann geht es auf das Sonnendeck. Dort öffnet der Bartender um sieben Uhr morgens seine Bar. Von nun ab beschalt laute Forro Musik das Sonnendeck bis Mitternacht. Wenn man nicht in  der Hängematte liegt, so hält man sich hier den ganzen Tag auf. Sieht die kleinen Dörfer am Rande des Flusses vorbeiziehen.Vereinzelt sieht man von Missionaren errichtete Kirchen. Im Fluss schürfen die Eingeborenen mit speziellen Schiffen nach Gold. Einige Fischer versuchen ihr Glück. Gelegentlich sehe ich am Flussrand Kinder im Wasser baden.</p>
<p>Ich verbringe die Tage mit Lesen und Tippen auf meinen Computer. Da geht mir natürlich die Musik manchmal auf den Geist, aber einen richtigen ruhigen Ort auf dem Schiff gibt es nicht.</p>
<p>Um elf Uhr wird das Mittagessen serviert. Es besteht aus Reis, Nudeln, Bohnen und Fleisch. Diese Speisefolge wird in den nächsten Tagen für Mittag- und Abendessen stoisch eingehalten. Gegen 18 Uhr taucht sich der Fluss in leichtes Rot die Sonne geht unter. Das Leben am Rand des Flusses kommt zum Erliegen. Auf unserem Schiff startet es jetzt erst richtig. Das Sonnendeck wird in eine Tanzfläche verwandelt. Mit meinen extravaganten Knotentanzeinlagen bekomme ich Applaus von den Brasilianern gespendet. Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich.</p>
<p>Nach vier Tagen ohne Landgang und richtige Dusche erreichen Porto Velho und ich bin trotz der vielen interessanten Impressionen froh wieder Land unter den Füssen zu haben.</p>
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</p>
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		<title>Kanada: Motorradtreffen in Dawson City</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Oct 2008 08:34:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe</dc:creator>
		
		<category>99. alle beiträge</category>

		<category>1.7. Nordamerika</category>

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		<description><![CDATA[ 	Was Berchtesgaden für einen deutschen Motorradfahrer ist, das ist Dawson City für die Biker aus Alaska - die Veranstaltung des Jahres. Fast schon ein Muss zu erscheinen.

Das Treffen gibt es erst seit 11 Jahren. Es zieht mittlerweile 200 Motorradfahrer in seinen Bann. Das ist viel für diese Breitengrade. Die Entstehungsgeschichte für diesen Motorradtreffen ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Was Berchtesgaden für einen deutschen Motorradfahrer ist, das ist Dawson City für die Biker aus Alaska - die Veranstaltung des Jahres. Fast schon ein Muss zu erscheinen.
<div class="mypicsgallery"><a rel="lightbox[kanada]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/kanada_1.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/tumbs/tmb_kanada_1.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[kanada]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/kanada_2.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/tumbs/tmb_kanada_2.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[kanada]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/kanada_3.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/tumbs/tmb_kanada_3.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[kanada]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/kanada_4.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/tumbs/tmb_kanada_4.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[kanada]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/kanada_5.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/tumbs/tmb_kanada_5.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[kanada]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/kanada_6.jpg"  title=""><img  width="75" height="100" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/tumbs/tmb_kanada_6.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[kanada]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/kanada_7.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/tumbs/tmb_kanada_7.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[kanada]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/kanada_8.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/tumbs/tmb_kanada_8.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[kanada]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/kanada_10.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/tumbs/tmb_kanada_10.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[kanada]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/kanada_9.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/kanada/tumbs/tmb_kanada_9.jpg" alt="" title="" /></a></div>
<p>Das Treffen gibt es erst seit 11 Jahren. Es zieht mittlerweile 200 Motorradfahrer in seinen Bann. Das ist viel für diese Breitengrade. Die Entstehungsgeschichte für diesen Motorradtreffen ist tragisch. 1996 machten zwei Freunde eine Motorradtour zu einem Nest namens Eagles, unweit von Dawson City. Einer der beiden Motorradfahrer verunglückte tödlich bei einem Unfall. Im nächsten Jahr brachten 10 Motorrad-Freunde die Asche des Toten nach Dawson City. Es entstand Dust to Dawson oder D to D (Staub/Asche nach Dawson City). Jedes Jahr wurde die Gedenkfahrt wiederholt und immer mehr schlossen sich an.</p>
<p>Für mich beginnt die Anreise in Anchorage. Ich bin spät dran. Ich starte erst um 18 Uhr! Da sitzen die meisten Motorradfahrer schon gemütlich vor dem Lagerfeuer. Das ewige Licht lässt mich bis 1,30 Uhr morgens fahren, dann erreiche ich Tok. Halbzeit auf dem Weg nach Dawson. Auf dem Campingplatz warten meine Freunde auf mich. Eine kühle Dose Bier wird zur Begrüßung gereicht. Das Lagerfeuer knistert vor sich hin. Die Erlebnisse der Anreise geteilt, dann heißt es Bettruhe.</p>
<p>Die weitere Fahrt geht über den Top of the World Highway. Die Strecke liegt so hoch, dass sie nur wenige Monate im Sommer befahren werden kann. Ein Zwischenstopp  im Örtchen Chicken (Huhn) ist obligatorisch. Das Kaff weiß es, sich zu vermarkten. In den drei Geschäften gibt es jede Menge Aufkleber, T-Shirts, etc. mit Hühneremblem.</p>
<p>Nachmittags erreiche ich Dawson City. Allgemeiner Treffpunkt ist vor dem Downtown Hotel. Über 100 Motorräder sind dort in Reih und Glied aufgestellt. Mein Motorrad mit dem österreichischen Kennzeichen zieht die Massen an. Jede Menge Fragen werden gestellt. Ich kann gar nicht so schnell antworten.</p>
<p>Am Abend gibt es eine besondere Mutprobe ganz anderer Art. Ein in Alkohol eingelegter abgehackter menschlicher Daumen wird in ein Schnaps Glas gegeben. Ohne Abzusetzen heißt es den Cocktail zu trinken, dabei muss der Daumen die Lippen berühren. Erst dann bekomme ich mein Sour Toe-Zertifikat vom Schiedsrichter ausgehändigt.</p>
<p>Am nächsten Morgen beginnt ein neues Spiel, ein sogenannter Poker Run. Mit dem Motorrad werden verschiedene Streckenposten abgefahren. Bei jedem Halt wird eine Karte gezogen - am Ende gewinnt der Fahrer mit dem besten Blatt. Die Strecke ist am Anfang ziemlich staubig. Führt an den  verlassenen Goldschürfstellen des Yukon vorbei. Ein Schiff ist zum Museum umgebaut. Einigen anderen Touristen wird das Goldsuchen mit der Pfanne beigebracht.</p>
<p>Die Karten, die ich ziehe, werden immer schlechter. Die letzte Karte ist auf einem Hügel überall der Stadt mit einem fantastischen Blick auf den Yukon. Für mich ist das Spiel aus, so kann ich noch ein bisschen verweilen und der Yukonfähre bei seiner Arbeit zuschauen.</p>
<p>Am Abend gibt es ein festliches Dinner in einem alten Theater ganz aus Holz gebaut, wie in einem Western-Film. Zu Beginn der Veranstaltung wird, wie kann es anders sein, der Toten gedacht. Danach gut gegessen und dann wollte ich eigentlich einen Diavortrag über meine Reise halten. Ein Organisator fand die Idee ganz toll, denn sie haben nicht alle Tage einen Weltumrunder zu Besuch. Ein anderer Organisator ist nicht so angetan von dem Vortrag, so wird kurzer Hand beschlossen die Bilder nicht zu zeigen. Ich bin sauer, denn ich hatte bereits meinen Projektor aufgebaut und nun so was?. Ich finde es schade, wie wenig Interesse von nordamerikanischen Motorradfahrern für andere Kulturen und Länder gezeigt wird. Zwei Stunden später starten erneut Motorradspiele auf der Hauptstrasse von Dawson City. Diese Spiele können mich aber nicht so richtig erheitern. Erst als ich Joachim und Martina aus Deutschland wiedertreffe, die rein zufällig heute auch mit ihrem Wohnmobil hier angekommen sind, steigt meine Laune wieder an. Wir gehen in eine Kneipe und hören Western Musik von einer Band. Der Abend endet mit einem grandiosen feuerroten Himmel über Dawson City. Kein Wunder denn heute ist Mittersommernacht!</p>
<p><img width="1" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/aee5642a1f8d42708b8f84d7e5a224e1" />
</p>
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		<title>Armut in Mexico City</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Aug 2008 23:13:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe</dc:creator>
		
		<category>99. alle beiträge</category>

		<category>1.8 Mexiko</category>

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		<description><![CDATA[ 	Lange ist es her, dass ich ein Projekt auf meiner Reise besucht habe. 5 Monate Reisezeit und 25 000 gefahrene Kilometer sind vergangen.

Jetzt endlich habe ich ein schönes Projekt gefunden- „Amigos de los ninos“ in Mexico City. Es wird Kindern geholfen eine adäquate Schuldbildung zu bekommen. Die Schule in Mexiko ist zwar an sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Lange ist es her, dass ich ein Projekt auf meiner Reise besucht habe. 5 Monate Reisezeit und 25 000 gefahrene Kilometer sind vergangen.
<div class="mypicsgallery"><a rel="lightbox[mexiko]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/mexiko.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/tumbs/tmb_mexiko.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[mexiko]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/mexiko2.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/tumbs/tmb_mexiko2.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[mexiko]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/mexiko3.JPG"  title=""><img  width="75" height="100" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/tumbs/tmb_mexiko3.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[mexiko]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/mexiko4.JPG"  title=""><img  width="75" height="100" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/tumbs/tmb_mexiko4.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[mexiko]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/mexiko5.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/tumbs/tmb_mexiko5.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[mexiko]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/mexiko7.JPG"  title=""><img  width="75" height="100" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/tumbs/tmb_mexiko7.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[mexiko]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/mexiko8.JPG"  title=""><img  width="75" height="100" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/tumbs/tmb_mexiko8.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[mexiko]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/mexiko0.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/mexiko/tumbs/tmb_mexiko0.JPG" alt="" title="" /></a></div>
<p>Jetzt endlich habe ich ein schönes Projekt gefunden- „Amigos de los ninos“ in Mexico City. Es wird Kindern geholfen eine adäquate Schuldbildung zu bekommen. Die Schule in Mexiko ist zwar an sich frei, aber die Kinder müssen Schulbücher und Schuluniformen selbst kaufen, um am Unterricht teilnehmen zu dürfen. Das stellt für einige Familie ein erhebliches finanzielles Problem dar. Ein Grossteil der Anschaffungen für die Schule müssen im August getätigt werden. Dann beginnt das neue Schuljahr in Mexiko. So kommt mein Besuch genau richtig, die Schule hat diese Woche begonnen. Die Kinder brauchen neue Schulbücher und -uniformen.</p>
<p>Ich treffe die junge, dynamische Kirsten, ehrenamtliche Leiterin des Projekts. Sie spricht perfekt deutsch und spanisch. In ihrer Kindheit hat sie selbst mehrere Jahre in Mexiko gelebt. Nach der Universität in Deutschland ist sie wieder zurückgekommen, um als Reiseleitern zu arbeiten.</p>
<p>Mir gefällt ihr persönlicher Einsatz. Ihr Engagement für die 12 Kinder des Programms ist bemerkenswert. Sie kennt genau die familiären Verhältnisse- weiß wo es fehlt, welche Bedürfnisse die Kinder haben. Die Kinder müssen sich einmal im Monat telefonisch bei ihr melden. Alle 2 Monate findet ein gemeinsames Treffen statt, dort geht es ins Museum, in den Zoo oder es wird einfach nur zusammen gelacht. Denn häufig haben die Kinder nicht viel zu lachen. Sie kommen aus ärmlichen Verhältnissen. „Amigos de los ninos“ hilft Ihnen mit sogenannten Schulstipendien. Sie bekommen eine monatliche Unterstützung. Das Geld wird aber nur gewährt, wenn das Kind einen gewissen Notendurchschnitt erbringt. So wird sichergestellt, dass die Kinder in der Schule mitarbeiten. „ Sie verdienen sich ihr Stipendium!“</p>
<p>Kirsten und ich gehen zum Zocalo, den zentralen Platz in Mexico City. Hier treffen wir Marita mit ihren beiden Töchtern. Marita tanzt am Wochenende auf dem Zocalo, in der Woche verdient sie sich ihr Geld mit Sandwich belegen. Beide Jobs bringen ihr ein bescheidenes Einkommen. Ihr Ehemann ist schon seit längerem spurlos verschwunden. Trotzallem wohnt sie bei ihren Schwiegereltern. Selbst hätte sie nicht genug Geld, um eine eigene Wohnung zu mieten.</p>
<p>Die beiden Mädchen sind sieben und acht Jahre alt, dementsprechend in der zweiten und dritten Klasse. In den Händen halten sie eine Einkaufsliste von Ihrer Lehrerin. Gebraucht werden ein Lexikon, Kleidung für den Sportunterricht, aber auch Seife und Klopapier. Wir kaufen alles für sie ein!</p>
<p>Aber  auch die anderen Kinder des Programms sollen bedacht werden. So geht es in ein Schulbuchgeschäft. Zwei Stunden blättern wir durch Bücher. Lesen, vergleichen, diskutieren. Dann ist der Einlauf fertig. Eine große Kiste mit Büchern wird die Kinder bei ihrer nächsten Sitzung mit Kirsten beglücken. Der Verkäufer hat schwer zu schleppen, denn Kirsten wohnt im vierten Stock.</p>
<p>Zum Abschied schaue ich in vier glückliche Kinder Augen und vier ebenso glückliche Augen von Erwachsenen. Es hat mal wieder viel Spaß gemacht - hier zu helfen!</p>
<p>Wer direkt in Kontakt treten möchte:</p>
<p>Amigos de los ninos e.V.<br />
Kirsten Lopez Lüke<br />
Av. 20 de Noviembre 106<br />
Col. Centro / Del. Cuauhtemoc C.P. 06090 Mexico City, D.F.<br />
Email: Kirstenliliane@hotmail.com</p>
<p><img width="1" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/0365c1994f2f4877a5ecf0f28ea655e3" />
</p>
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		<title>British Columbia, Canada</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jun 2008 17:38:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe</dc:creator>
		
		<category>99. alle beiträge</category>

		<category>1.7. Nordamerika</category>

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		<description><![CDATA[ 	Willkommen, Amerika!
Ken erwartet mich am Flughafen von Seattle. Ich habe ihn auf meiner Reise beim Motorradhändler in Hanoi kennengelernt. Er hatte sich damals auch eine Minsk geliehen und ist durch Vietnam getourt. Ich mag es wenn man Menschen auf der Reise zufällig trifft und dann  später ihr zu Hause kennenlernt. Schade, dass sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Willkommen, Amerika!</p>
<p>Ken erwartet mich am Flughafen von Seattle. Ich habe ihn auf meiner Reise beim Motorradhändler in Hanoi kennengelernt. Er hatte sich damals auch eine Minsk geliehen und ist durch Vietnam getourt. Ich mag es wenn man Menschen auf der Reise zufällig trifft und dann  später ihr zu Hause kennenlernt. Schade, dass sich solche Gelegenheiten nur zu so selten ereignen.</p>
<div class="mypicsgallery"><a rel="lightbox[amerika]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/amerika_1.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/tumbs/tmb_amerika_1.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[amerika]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/amerika_3.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/tumbs/tmb_amerika_3.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[amerika]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/amerika_4.JPG"  title=""><img  width="75" height="100" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/tumbs/tmb_amerika_4.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[amerika]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/amerika_5.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/tumbs/tmb_amerika_5.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[amerika]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/amerika_6.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/tumbs/tmb_amerika_6.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[amerika]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/amerika7.JPG"  title=""><img  width="75" height="100" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/tumbs/tmb_amerika7.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[amerika]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/amerika_8.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/tumbs/tmb_amerika_8.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[amerika]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/amerika_9.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/amerika/tumbs/tmb_amerika_9.JPG" alt="" title="" /></a></div>
<p>Ken hat einen breiten Vollbart und sieht aus wie Knecht Ruprecht. Seine Brötchen verdient er sich bei einer Baufirma, obwohl er schon 62 Jahre alt ist, muss er noch 8 Jahre arbeiten, ansonsten klappt es nicht mit seinem Altersruhestand. Kaum in den USA angekommen, werde ich mit der sozialen Härte dieses Landes konfrontiert.</p>
<p>Wir fahren zur Fähre, denn unser Motorradveteran hat das Glück auf der Insel Bainbridge im Pudget Sound der Bucht von Seattle zu leben. Wir stehen an Deck und blicken auf die  bunt beleuchtete Skyline der Stadt. Ein atemberaubender Anblick, was könnte es schöneres geben zum Start auf den amerikanischen Kontinent. Während wir so dahin gleiten, muss ich immer wieder an den Film „Schlaflos in Seattle“ denken, dort hatte ich zum ersten Mal diese Bilder sehen dürfen. Sie habe sich tief in mein Gedächtnis eingebrannt. Die Realität ist aber um ein vielfaches beeindruckender als die Fernsehbilder. Meine Nacht endet „Nicht schlaflos in Seattle“. Ich bin seit 27 Stunden auf den Beinen. Guter Schlaf ist garantiert!</p>
<p>Am nächsten Morgen nehme ich mein Motorrad im Empfang. Ich habe bei Halbzeit meiner Welttour das Modell gewechselt. Im zweiten Jahr soll mich eine orangefarbende KTM Adventure 990, um den Erdball begleiten. Ich bin überglücklich mit meinem neuen Gefährt, welches mir freundlicherweise von den österreicherischen Motorradbauern zur Verfügung gestellt wurde. Endlich mal ein neues Motorrad für meine Abenteuer, dass lässt auf weniger Reparaturen hoffen. Zum ersten Mal in meinem Leben fahre ich ein Motorrad mit ABS und 6 Gang Getriebe, was könnte es besseres geben, so fliege ich den Highway entlang. Ein Zug am Gas lässt erahnen, was für eine Kraft in der Maschine steckt.</p>
<p>An der Fähre treffe ich Chad. Er liest auf meiner Jacke „triparoundtheworld“ und so kommen wir ins Gespräch. Wir teilen das gleiche Hobby - Reisen auf Zweirädern. Auf der halbstündigen Überfahrt  schreibt er mir eine motorradgerechte Reiseroute in Richtung Alaska auf. Die Tipps nehme ich dankbar entgegen, denn bis heute hatte ich mir noch keine tiefgehenden Gedanken für meine Weiterreise gemacht. Das ist bei mir Prinzip - ich möchte mich auf meiner Reise von Dritten inspirieren lassen. Die grobe Fahrtrichtung ist vorgegeben, alles andere findet sich vor Ort.</p>
<p>Beim Verlassen der Fähre lädt er mich spontan zu einem Biertrinkabend in einer Scheune ein. Ich kann meine „fahrende Diashow“ bei seinen Freunden zeigen und so weitere Spenden für meine Projekte einwerben.</p>
<p>Beim Betreten der Scheune werde ich angenehm überrascht, denn es ist keine gewöhnliche Scheune! Das Gebäude wurde zur Weldon Bier Brauerei umgebaut. Hier treffen sich jeden Donnerstag 20 bis 30 Personen zur Bierverköstigung. Der Eigentümer ist mit einer deutschen Frau verheiratet, so hat er aller Hand deutsches Bier im Angebot Pils, Weißbier und die absolute Krönung für mich- Kölsch. Da fliege ich 14 Stunden um die Erde, um frisch gezapftes Kölsch zu trinken. Nach den ersten Bierchen habe ich meinen Auftritt. Die Jungs hören gespannt zu und sind beeindruckt von meiner Tour durch Asien. Der Auftritt hat gewirkt, die Spenden fließen üppig. Ich bin zufrieden. Ein schöner Tag neigt sich dem Ende zu. Morgen will ich nun die Insel in Richtung Vancouver verlassen.</p>
<p>Der neue Tag beginnt schlecht. Meine Kreditkarte ist weg. Ich muss sie sperren lassen. Ein Glück nur, dass ich noch genügend Barschaft dabei habe, so kann ich mich zwei Wochen über Wasser halten. Bis dahin dürfte die Ersatzkarte in den USA eingetroffen sein. Missmutig besteige ich mein Motorrad. Auf der Fahrt gen Norden über mehrere kleinere Inseln erreiche ich wieder das Festland und was gibt es schöneres  für einen Motorradfahrer als den Chuckanut Drive in Richtung Canada zu nehmen. Eine Strasse direkt ans Meer gebaut. Eine enge Kurve jagt die andere. An den Aussichtspunkten hat man einen fantastischen Blick auf die vorgelagerten Inseln. Mein Vergnügen wird ein wenig geschmälert, denn schon seit einiger Zeit brennt das gelbe Lämpchen und deutet mir einen drohenden Spritmangel an. Tankstellen sind hier Mangelware. Wo sollte man diese hinbauen? Es ist ja gerade mal genug Platz für die Strasse. Es heißt mal wieder beten. Mein Gebet wird erhört. Nach 50 Kilometern erreiche ich mit dem letzten Tropfen Sprit eine Tankstelle.</p>
<p>Vancouver hält was es verspricht. Eine Stadt mit traumhafter Lage direkt am Meer. Im Hintergrund ragen die mit Schnee überzuckerten Bergriesen empor. Ins nächste Skigebiet ist es gerade mal eine Stunde entfernt. Die Menschen auf der Strasse sind weltoffen und tolerant. Durch Zufall stolpere ich in einen stadtbekannten Motorradtreff. Als ich an dem Cafe halte, stehen da gerade mal zwei Motorräder rum. Das soll sich in der nächsten Stunde ändern, als ich wieder abfahre hat sich die multikulturelle Motorradgemeinde auf 30 vergrößert. Am interessantes finde ich Juan mit seiner Lederkutte und einem Shopper. Er stammt aus Panama und gibt mir gleich ein paar Adressen, bei denen ich mich melden soll, wenn ich in Panama City bin.</p>
<p>Edward kommt aus Uruguay. Er gibt mir Geleitfahrt zur städtischen Jugendherberge. Ganz praktisch, muss ich nicht ständig im Stadtplan nachgucken. In einem Schlafsaal mit 14 Betten endet mein Tag.</p>
<p>In Jugendherbergen trifft man aller Hand interessante Menschen und erlebt die ungewöhnlichsten Dinge. So kreuzen sich die Wege von Yves und mir. Yves aus Berlin ist seit einem Jahr in Kanada. Im Sommer ist er mit einem Wohnmobil durch den „Ahorn-Staat“ getourt. Im Winter war er als Tellerwäscher im Skigebiet von Whistler beschäftigt. Jetzt soll es mit dem Fahrrad weiter in die USA gehen. Er berichtet mir von seinem Schicksal. Ihm wurde der Laptop in der Jugendherberge geklaut. Zwar kennt er den Verdächtigen, doch die Polizei tut nichts, um ihm zu helfen. Mir kommt die Idee mal in seinem Schrank nachzuschauen. Der ist verschlossen! Wir biegen die Holztür auf durch einen kleinen Spalt können wir was Glänzendes erkennen. Ich hole meine Taschenlampe. Ein zweiter Blick und Yves wird schlagartig ganz glücklich. Er hat seinen Laptop wieder. Der Rest ist Formsache. Der Herbergsleiter bricht das Schloss mit einem Bolzenschneider auf. Der Übeltäter wird aus der Herberge entfernt.</p>
<p>Yves ist mir dankbar, da lässt er glatt eine Dose deutsches Bier springen. Bei Preisen von 3 Euro ist das ein wahres Opfer! Ich finde es eine nette Geste. Schade, dass sich morgen unsere Wege trennen.</p>
<p>Mit der Fähre geht es nach Vancouver Island. Eine wilde, einsame Schönheit nur 2 Stunden von der Stadt Vancouver entfernt. Meinen Weg zieren Regenwälder, klare Gebirgsseen und tosende Wasserfälle bis ich an der Westküste der Insel einlaufe. Tofino ist der Treffpunkt der Hippies und Surfer. Hier soll mein Nachtquartier bezogen werden. Zelten ist angesagt! Ich will wild campen, um ein wenig Geld zu sparen.  Ich habe mir schon ein schönes Plätzchen ausgeschaut. Plötzlich kann und will ich nicht mehr! Mein Gefühl sagt mir, nimm lieber einen richtigen Zeltplatz. Es ist die Angst vor den Schwarzbären, die in mir steckt. Bevor ich die halbe Nacht wach liege, fahre ich  zum staatlichen Campingplatz. Hier habe ich einen Tisch, Toiletten, ein „Anti-Bären-Schließfach“ für das Essen und einen Strand in meiner Nähe. Beim Rauschen des Meeres entschlummere ich.</p>
<p>Heute heißt es Gas geben, denn ich muss Port Hardy an der Nordspitze der Insel erreichen. Am nächsten Tag fährt dort meine Fähre gen Norden ab. Ich teste mein Motorrad bis zum 165 km/h zeigt die Tachonadel. Dann wird mir die Angelegenheit mit all dem Gepäck zu wackelig. Ich verlangsame. Außerdem bin ich ja hier um die Landschaft zu sehen. Am Nachmittag cruise ich gemächlich durch die Nadelwälder von Vancouver Island. Ein Stopp in Telegraph Cove ist Pflicht. Sie gehört zu den schönsten Buchten der Insel. Hobbyfischer ziehen ihren Fang an Land. Alles ist ruhig und beschaulich. Gemütlich schlürfe ich meine heiße Schokolade, es ist mit 15 Grad noch ziemlich frisch. Ein heißes Getränk belebt Körper und Seele.</p>
<p>Kurz vor Endstation werde ich böse von einem Regenschauer überrascht. Bin komplett durchgenässt. Damit fällt heute Abend das Camping aus. Es geht in ein festes Quartier.</p>
<p>Der Regen hat über Nacht aufgehört. Pünktlich um 7 Uhr bin ich am Boot. Das Personal schaut mich verdutzt an. Eigentlich verladen wir schon zwei Stunden vor Beginn der Abfahrt- die Beladung des Schiffs ist abgeschlossen! Da ich aber nur ein Motorrad habe, wird Gnade vor Recht walten gelassen. Die Tore werden erneut geöffnet. Ich darf auf das Boot fahren. 10 Minuten später legen wir ab. Es beginnt eine 15 stündige Schiffsreise auf der Inneren Passage nach Prince Rupert im Norden von Britisch Columbia. An einigen Stellen geht es nur wenige hundert Meter vom Ufer entfernt vorbei. Schnee bedeckte Berge schießen in die Höhe. Eine Insel reiht sich an die nächste. Zu Recht wird es von vielen  als die schönste Bootstour der Welt bezeichnet.  Als die ersten Wale aus dem Wasser springen ist mein Glück perfekt. Willkommen, Amerika!
</p>
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		<title>Wie alles vor einem Jahr begann - Abfahrt vom Bernd Tesch-Treffen, Eifel</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Apr 2008 14:09:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe</dc:creator>
		
		<category>99. alle beiträge</category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<img alt="Bernd Tesch-Treffen" title="Bernd Tesch-Treffen" src="http://www.triparoundtheworld.de/images/wie%20alles%20begann.jpg" />
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		<title>Bangladesch - Zyklon Land</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Feb 2008 13:47:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe</dc:creator>
		
		<category>99. alle beiträge</category>

		<category>1.6. Bangladesh</category>

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		<description><![CDATA[ 	Joe schreibt:
Scheinbar ziehe ich die Zyklone an. Es ist nun schon der Zweite auf meiner Reise. Glücklicherweise komme ich immer zwei Wochen zu spät, da kann ich dann bei den Aufräumarbeiten zuschauen. Hier in Bangladesch hat der Zyklon richtig zugeschlagen. Mehrere tausend Menschen sind der Naturgewalt zum Opfer gefallen. Für hiesige Verhältnisse war der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	<strong>Joe schreibt:</strong></p>
<p>Scheinbar ziehe ich die Zyklone an. Es ist nun schon der Zweite auf meiner Reise. Glücklicherweise komme ich immer zwei Wochen zu spät, da kann ich dann bei den Aufräumarbeiten zuschauen. Hier in Bangladesch hat der Zyklon richtig zugeschlagen. Mehrere tausend Menschen sind der Naturgewalt zum Opfer gefallen. Für hiesige Verhältnisse war der Zyklon harmlos. 1991 sind über 200.000 Menschen umgekommen. Im Durchschnitt trifft das land alle drei Jahre ein Zyklon, das liegt an der ungünstigen geografischen Lage im Zusammenspiel mit den Klimabedingungen.</p>
<div class="mypicsgallery"><a rel="lightbox[bangladesh]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/bangladesh/Boot.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/bangladesh/tumbs/tmb_Boot.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[bangladesh]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/bangladesh/Rikscha.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/bangladesh/tumbs/tmb_Rikscha.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[bangladesh]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/bangladesh/Strand.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/bangladesh/tumbs/tmb_Strand.JPG" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[bangladesh]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/bangladesh/Zyklon.JPG"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/bangladesh/tumbs/tmb_Zyklon.JPG" alt="" title="" /></a></div>
<p>Wenn ich so durch das Land fahre ist es erschreckend zu sehen, dass Bäume wie Streichhölzer vom Wind abgeknickt worden sind. Ganze Häuschen liegen mit dem Dach nach unten auf dem Boden. Die Menschen leben in ihren Trümmern. Kochen findet vor der „Haustür“ im Dreck statt! Es gibt keine Zeltstädte oder Notunterkünfte.</p>
<p>Die Soforthilfe ist Gott sei Dank schon angelaufen. Ich darf bei der Verteilung des Reises zu schauen. Jeder Betroffene bekommt zehn Kilo Reis pro Tag, das ist im Prinzip alles. Die Menge scheint mir sehr viel zu sein. Die Opfer verkaufen einen Teil des Reises und können mit dem Erlös andere Probleme beheben.</p>
<p>Die Verteilung ist streng. Es bekommt nur, wer einen Bezugsschein besitzt. Da die meisten nicht schreiben können, setzen sie ihren Fingerabdruck auf eine Liste. Erst dann wird mit Eimern der Reis in die mitgebrachten gekippt. Das Geschehen wird von mehreren bewaffneten Polizisten überwacht. Viele wollen ein zweites Mal Reis bekommen, doch der Oberaufseher ist korrekt. Keine Chance! Um 17 Uhr werden die Tore geschlossen für heute ist Schluss mit der Verteilung. Doch schon morgen früh um sieben Uhr haben sich vor dem Eingang wieder lange Schlangen gebildet.</p>
<p>Am Abend will ich meinen Schuhen und mir etwas Gutes tun. Ich gehe zum Frisör und lasse mir eine Rückenmassage geben. Ein klein bisschen Wellness für umgerechnet 40 Cents. Danach gehe ich zum Schuhmacher. Er hat auch einen Schuhputzservice. Was folgt ist die intensivste Behandlung meiner Schuhe seit dem Kauf. Zuerst wird der Dreck abgebürstet. Dann mit einer Lotion die Schuhe eingerieben, erst jetzt trägt er Schuhputzcreme auf und poliert sie blitzblank. Nach der Politur fallen einige kleine Schäden ins Auge. Das Leder ist eingerissen und wird sorgfältig geklebt. Ein Faden hat sich gelöst und wird per Hand eingenäht. Jetzt kommt der Höhepunkt der Aktion. Eines meiner beiden Schnürbänder ist gerissen, daher habe ich es verknotet. Er zerlegt den Schnürsenkel in zwei Teile. Verklebt die beiden Ende miteinander und vernäht sie dann mit der Nähmaschine. Soviel Liebe zum Detail habe ich lange nicht gesehen. Der Schuhmacher hat auf alle Fälle den richtigen Beruf gewählt. Es scheint ihm Freude zu machen. Von mir wird er durch ein großzügiges Trinkgeld belohnt. Immerhin hat die Schuhpflege eineinhalb Stunden gedauert. Da mag man behaupten, so lange. Für mich war die Zeit kurzweilig. Erst wurde mir Tee serviert. Danach in das Kauen von Betelnüssen eingewiesen. Und schließlich durfte ich dem Kollege beim Schuhe machen helfen. Als ich aufstehe denke ich zu mir, gerade diese kleinen Aktionen sind es, die diese Reise ausmachen.</p>
<p><img width="1" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/cab23a634cbc4f238b8183b592309441" />
</p>
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		<title>Weihnachten in Goa</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Dec 2007 14:59:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe</dc:creator>
		
		<category>99. alle beiträge</category>

		<category>1.5. Westindien</category>

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		<description><![CDATA[ 	Gibt es einen schöneren Ort in Indien um Weihnachten zu feiern? Wohl kaum. Weiße Strände, Palmen soweit das Auge reicht, freundliche Obstverkäuferin am Strand. Dieses Paradies soll uns zwei Wochen aufnehmen.
Aber auch in Goa, genauer in Anjuna Strand, gibt es arme Menschen. Wir besuchen das Mädchen-Wohnheim St Michael. Es wird streng von sieben katholischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Gibt es einen schöneren Ort in Indien um Weihnachten zu feiern? Wohl kaum. Weiße Strände, Palmen soweit das Auge reicht, freundliche Obstverkäuferin am Strand. Dieses Paradies soll uns zwei Wochen aufnehmen.</p>
<p>Aber auch in Goa, genauer in Anjuna Strand, gibt es arme Menschen. Wir besuchen das Mädchen-Wohnheim St Michael. Es wird streng von sieben katholischen Schwestern geführt. Täglich müssen die 27 Mädchen zur Kirche gehen. Die Kinder sind entweder Waisen oder stammen aus schwierigen Familienverhältnissen. Schon bei unserem ersten Besuch sind wir ganz verliebt in die Kleinen. Sie tragen alle ein breites Lachen auf dem Gesicht. Als sie erfahren, dass wir ihnen eine kleine Weihnachtsüberraschung bereiten wollen, werden sie ganz unruhig und nervös. Sie können es kaum erwarten bis wir wiederkommen.</p>
<p>Doch erstmal müssen wir die Weihnachtsgeschenke kaufen. Wir lassen Taschen schneidern, und mit dem Namen der Mädchen besticken. So eine Tasche will gefüllt sein. Es geht in die Stadt zum Weihnachtsbummel. Schminke wurde uns von den Schwestern verboten, ansonsten haben wir freie Wahl. Nach drei Stunden Einkaufstour haben wir Tücher, Luftballons, Seifenblasen, Haarspangen und Ketten in unseren Tüten. Aber da fehlt doch noch was? Das Weihnachtsmannkostüm!</p>
<p>In der letzten Ecke der Stadt finden wir einen Laden, wo sie tatsächlich eine Weihnachtsmannverkleidung haben. One size fits all! (Einheitsgrösse) Die Hose ist ein wenig zu kurz, die Jacke schließt nicht richtig. Aber das macht alles nichts. Ich bin mir sicher, die Kinder werden sich freuen.</p>
<p>Bei 30 Grad findet unsere Weihnachtsfeier statt. Es ist ein ungewöhnliches Gefühl bei solchen Temperaturen Weihnachten zu erleben. Wir holen eine große Schokoladentorte vom Bäcker ab, die soll es zum Auftakt geben. Das kleinste Kind darf die Torte anschneiden. Dann stellen sich alle ordentlich in einer Reihe an, um ihr Stück zu bekommen. Beim Essen herrscht ungewöhnliche Ruhe. Sie genießen die einmalige Köstlichkeit.</p>
<p>Ich verschwinde heimlich. Werfe das Kostüm über. Das Gesicht wird weiß und rot geschminkt. Zwei große Säcke mit den Geschenken stehen bereit. Mit langsamem Schritt betrete ich die Bühne. Die Kinder haben was vorbereitet. Sie singen im Chor ein paar Weihnachtslieder. Danach werden die individuellen Weihnachtsbotschaften verlesen, die hatte der Weihnachtsmannassitent Theo genau auf die Kinder zugeschnitten. Wir können so einige Überraschungen in den Gesichtern der Kinder erkennen.</p>
<p>Wir wollen die Spannungskurve weiter aufrecht erhalten und lassen die Säcke mit den Geschenken ungeöffnet. Die Kinder werden immer nervöser. Nach gut einer Stunde endlich darf das erste Kind hervortreten. Mit einem großen Lächeln und einem „Danke“ nimmt es das Geschenk entgegen. Diese Dankbarkeit bekommen wir im Anschluss noch 35-mal von den Kindern und Schwestern als Weihnachtsgeschenk. Ein Gedicht beendet die Bescherung. Schnell verlasse ich den Garten, denn nach zwei Stunden bin ich klitsch nass durchgeschwitzt.</p>
<p>Es fliegen Seifenblasen und Luftballons durch das Wohnheim.Tücher und Ketten werden angelegt. Wir sind froh den Geschmack der Kinder getroffen zu haben. Die Mädchen zeigen uns heimlich Bilder von ihren ersten Freunden. Achtung- die Schwestern dürfen sie nicht sehen. Denn Freunde sind verboten! Wir bekommen haufenweise Einladungen sie in ihren Heimatorten zu besuchen. Würden wir alle annehmen, bräuchten wir kein Quartier mehr in Indien.</p>
<p>Die Mädchen erzählen uns voller Vorfreude von der morgigen Weihnachtsfeier der Schule. Sie wissen noch nicht, dass es keine Weihnachtfeier in der Schule geben wird. Denn eine Schwester ist gestern verstorben und daher wird die Feier nicht stattfinden. Wir sind froh, dass unsere Weihnachtsfeier trotzdem stattfinden durfte.</p>
<p>Der Tag endet mit einem gemeinsamen Abendessen. Huhn, Palao Reis , Goa Salat und Vanillepuding werden serviert. Zur Feier des Tages wird heute auch mit der Gabel und nicht mit den Fingern gegessen. Zum Abschied überreichen wir allen eine kleine Tüte mit Süssigkeiten. Dann ist es Zeit zu gehen, denn in einer Stunde ist absolute Bettruhe.</p>
<p>Wir verlassen das Wohnheim glücklich und zufrieden. Es hätte keinen schöneren Tag geben können, um Weihnachten zu feiern.</p>
<p><a title="Weihnachten in Goa" href="http://www.fotos.web.de/theo.schlaghecken/St-Michaels-2">Fotos zu Weihnachten in Goa<br />
</a></p>
<p><img width="1" height="1" src="http://vg06.met.vgwort.de/na/89f9d2ca8ba4428ca4d776a3b54b3bd8" />
</p>
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		<title>Der Ritt durch das wilde Belutschistan</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Nov 2007 20:04:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe</dc:creator>
		
		<category>99. alle beiträge</category>

		<category>1.4. Pakistan</category>

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		<description><![CDATA[ 	Wir sind die Ersten, die die Grenze zu Pakistan überschreiten, weil wir in der Grenzstation im Iran geschlafen haben.
Die Menschen sind hier viel aufdringlicher. Schnell stehen zehn, zwanzig Leute um das Motorrad herum. Sie spielen an den Hebeln und am Lenker, sind sehr neugierig, wollen am besten gleich alles auf einmal wissen.

Es ist ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Wir sind die Ersten, die die Grenze zu Pakistan überschreiten, weil wir in der Grenzstation im Iran geschlafen haben.</p>
<p>Die Menschen sind hier viel aufdringlicher. Schnell stehen zehn, zwanzig Leute um das Motorrad herum. Sie spielen an den Hebeln und am Lenker, sind sehr neugierig, wollen am besten gleich alles auf einmal wissen.</p>
<div class="mypicsgallery"><a rel="lightbox[berlut]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/berlut1.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/tumbs/tmb_berlut1.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[berlut]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/berlut2.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/tumbs/tmb_berlut2.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[berlut]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/berlut3.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/tumbs/tmb_berlut3.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[berlut]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/berlut4.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/tumbs/tmb_berlut4.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[berlut]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/berlut6.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/tumbs/tmb_berlut6.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[berlut]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/berlut5.jpg"  title=""><img  width="75" height="100" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/berlut/tumbs/tmb_berlut5.jpg" alt="" title="" /></a></div>
<p>Es ist ein gewisser Kulturschock für mich. Die Iraner waren so schön zurückhaltend. Hier muss ich mich umstellen. Stets auf der Hut und die sieben Sachen zusammenhalten. Ich kann hier nicht mit der gleichen Nachlässigkeit wie in Arabien handeln.</p>
<p>Die Einreise nach Pakistan wird von Respekt und einem Anflug von Angst begleitet, denn wir sind jetzt im wilden Belutschistan. Eine Region, die nach Unabhängigkeit strebt. In den letzten Jahren kam es hier häufiger schon zu Anschlägen. Wir fahren dicht zusammen und wollen uns keinesfalls aus den Augen verlieren.</p>
<p>Die Fahrt geht durch karge Wüstenlandschaft, am weiten Horizont erheben sich die kahlen Berge von Afghanistan. Die Landschaft hat nicht viel zu bieten, sie wird gelegentlich unterbrochen von der Eisenbahnlinie Quetta nach Zahedan im Iran.</p>
<p>Benzin gibt es hier nur aus Kanistern. Der Kraftstoff ist Schmuggelware aus dem Iran, dort kostet er nur Bruchteile von dem, was man in Pakistan bezahlt. Durch dieses „Geschäft“ verdient sich ein Teil der Bevölkerung einen recht stattlichen Lebensunterhalt.</p>
<p>An den Polizeistationen sind die Menschen sehr freundlich. Wir sind eine gelungene Abwechselung für sie, in dieser sehr einsamen Gegend. Am liebsten wollen sie mit uns fotografiert werden, das ein oder andere Mal tun wir Ihnen den Gefallen.</p>
<p>Heute Abend endet unsere Reise in Dalbandin. Ein kleines verschlafenes Nest mitten in Belutschistan. Die Hotelsuche ist einfach. Es gibt nur ein Hotel am Ort. Wir nehmen es!</p>
<p>Beim anschließenden Dorfspaziergang wird die Polizei auf uns aufmerksam. Sie haben Angst um uns und beordern uns zu sich auf das Revier. Sie bieten uns einen Schlafplatz direkt neben der Gefängniszelle an. An den Gitterstäben hängen mehrere Afghanen, die am nächsten Morgen abgeschoben werden soll. Wirklich kein wirtlicher Platz, um die Nacht zu verbringen. Der Polizeichef hat ein Einsehen. Wir dürfen im Hotel bleiben.</p>
<p>Bei unserer Rückkehr treffen wir Ali, einen jungen, gutangezogenen Regierungsangestellten, der auf Heimaturlaub ist. Er nimmt mir die noch verbliebene Angst vor Entführungen. Er sagt, lieber entführen die Belutschen einen Pakistani ( Punjabi) als einen Ausländer. Ausländer sind ihre Freunde! Ich bin beruhigt.</p>
<p>Eine Tasse Tee gibt die nächste. Wir unterhalten uns bis tief in Nacht. Deutlich ist der Hass von Ali gegen die Zentralregierung zu spüren. Die Strassen, die Stromversorgung und die Schulbildung sind in Belutschistan eine Katastrophe und das kreidet er zu Recht der Zentralregierung an.</p>
<p>Am Ende unseres Gesprächs bietet er mir an, einen pakistanischen Pass für mich ausstellen zu wollen. Der Gedanke zwei Staatsbürgerschaften zu haben klingt verlockend. Doch ich bleibe der Deutschen treu!</p>
<p>Auf dem Weg nach Quetta, der Hauptstadt von Belutschistan, wird die Landschaft abwechselungsreicher. Es ist ein Gemisch aus Bergen und Wüste. Berge reichen bis dicht an die Strasse.</p>
<p>Kurz danach müssen wir aufpassen nicht in die Sandverwehungen, der sich ausbreitenden Wüste zufahren. Es ist höchste Vorsicht geboten, denn einige Strassenteile wurden vom letzten Monsun weggewaschen. Gelegentlich müssen wir die Strasse verlassen und uns über Stock und Stein den Weg bahnen.</p>
<p>Unsere letzte Fahrstrecke führt ins Gebirge. Es ist kahl, vereinzelt sieht man ein paar Ziegenherden herumlaufen. Eine Spitzkehre jagt die andere. Nur unterbrochen von den unzähligen Polizeikontrollposten. An einer Station steht ein stolzer Belutsche mit gekräuseltem Schnurrbart und einer Schrotflinte in der Hand. Er ist wehrhaft! Ich schaue begehrlich auf seine Waffe. Er sieht meine Blicke und bietet mir sie an.</p>
<p>In guter alter Reisetradition lass ich mir es nicht zweimal sagen. Ich wollte schon immer mal eine Schrotflinte ausprobieren. Ein Knall lässt die karge Berglandschaft erschallen. Das Ziel zwar nicht getroffen, aber eine kleine Abwechslung auf der langen Fahrt durch die Berge.</p>
<p>Auf einer langen Geraden kommt mir ein Auto entgegen, was sehr kurvenreiche Lenkbewegungen macht. Ich denke mir- sind die betrunken?! In muslimischen Ländern schwer vorstellbar. Das Fahrzeug kommt auf den Grünstreifen. Es überschlägt sich viermal. James Bond hatte es nicht besser gekonnt. Das kuriose an der Sache, die vier Insassen waren alle nicht angeschnallt und nur ein ist leicht verletzt. Er hat eine Platzwunde am Kopf. Aus Mangel an Verbandsmaterial drückt er sich einen verschmierten Öllappen auf die blutende Wunde. Mir wird ganz anders, als ich das sehe. Mein Mitfahrer Theo und ich leisten erste Hilfe.</p>
<p>Mittlerweile haben sich am Unfallort fünfzig Menschen versammelt. Mehrere von Ihnen bedanken sich für unsere Hilfe. Ich finde es selbstverständlich. Sie fragen uns nach unserem Land ? Deutschland. Es kommt wie auf der ganzen Reise eine wohlwollende Zustimmung für Deutschland auf. Mit dieser kleinen Tat haben wir die gute Meinung über unser Land sicherlich noch verfestigt.</p>
<p>Der kleine Vorfall zeigt mir aber auch, wie schnell es gehen kann und man ist Opfer eines Unfalls. Bisher haben wir auf unserer Reise Glück gehabt! Sind unbeschadet davon gekommen.</p>
<p>Kurz vor Quetta halten wir an einem ziemlich steilen Pass an. Wir beobachten Autos und Lastwagen, wie früher meine Oma aus dem Kuechenfenster. Hier wird einem nicht langweilig.</p>
<p>Lastwagen werden mit Treckern den Berg hochgeschleppt, alleine schaffen sie es nicht, so überladen wie sie sind. Die LKW’s, die es gerade noch selber schaffen, platzieren auf der vorderen Stossstange ihren Beifahrer. Er muss mit einem Eimer dem Kühler kaltes Wasser von außen zuführen, damit der Kühler nicht explodiert.</p>
<p>Buntverzierte LKWs kriechen den Berg hoch. ( Allein die Bemalung hat einen Wert von 15.000 Euro und stellt in Pakistan ein Statussymbol dar). Ein Fahrer schenkt uns mehrere von den Äpfeln, die er transportiert.</p>
<p>Ein Bus kommt um die Ecke gebogen. Er ist mit Kühen und Menschen zu gleichen Teilen gefüllt. Die Kühe strecken ihre Hälse aus dem Seitenfenster. Auf dem Dach sitzen Menschen und lassen sich den Fahrtwind um die Nase wehen. Hier wird kein Quadratzentimeter verschenkt!</p>
<p>Die letzten Kilometer geht es auf einer Staubpiste in die Hauptstadt von Belutschistan. Quetta besticht durch seine Menschenmasse. Im Strassengetuemmel mit Eselskarren und Rikschas finden wir zu unserer Erholungsstätte, die haben wir uns nach diesem Fahrtag redlich verdient.</p>
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		<title>Im Iran wird das Benzin knapp</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 06:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joe</dc:creator>
		
		<category>99. alle beiträge</category>

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		<description><![CDATA[ 	Wir lassen die arabische Halbinsel hinter uns und stechen in See Richtung Iran. Ein wenig Wehmut schwingt mit- werden die Menschen in den anderen Ländern genauso freundlich und hilfsbereit sein?

Auf der Fähre wird wieder fein säuberlich getrennt; männliche Singles in einen Raum, Familien in einen anderen Raum. Der Vorteil am Familieraum sind die langen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> 	Wir lassen die arabische Halbinsel hinter uns und stechen in See Richtung Iran. Ein wenig Wehmut schwingt mit- werden die Menschen in den anderen Ländern genauso freundlich und hilfsbereit sein?</p>
<div class="mypicsgallery"><a rel="lightbox[iran]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/iran1.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/tumbs/tmb_iran1.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[iran]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/iran2.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/tumbs/tmb_iran2.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[iran]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/iran3.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/tumbs/tmb_iran3.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[iran]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/iran4.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/tumbs/tmb_iran4.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[iran]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/iran6.jpg"  title=""><img  width="100" height="75" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/tumbs/tmb_iran6.jpg" alt="" title="" /></a><a rel="lightbox[iran]" href="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/iran5.jpg"  title=""><img  width="75" height="100" src="http://www.triparoundtheworld.de/aktuell/wp-content/myfotos/iran/tumbs/tmb_iran5.jpg" alt="" title="" /></a></div>
<p>Auf der Fähre wird wieder fein säuberlich getrennt; männliche Singles in einen Raum, Familien in einen anderen Raum. Der Vorteil am Familieraum sind die langen Bänke, hier kann man hervorragend seinen Körper betten. Nach einer Stunde Fahrt schmuggele ich mich in den Familieraum und schlafe bis zum Sonnenaufgang ganz passabel. Dann werde ich von bettenden Passagieren geweckt. In der Ecke des Raumes haben sie extra einen kleinen, separaten Gebetsraum eingerichtet und die Gläubiger stürmen zum ersten Gebet.</p>
<p>Langsam kommt Land in Sicht. Eine Stunde später legen wir an. Im Iran scheinen die Menschen noch freundlicher zu sein. Es wird extra ein Zöllner aus seinem Urlaub herbeigerufen, um unsere Motorräder „einreisen zu lassen“. Am Ende der Zollabfertigung schenkt er uns einen Bonbon, so was habe ich auch noch nie erlebt. Diese Geste finde ich herzergreifend. Der Bonbon versüßt uns die 7 stündige Bearbeitung unserer Einreisedokumente, dann können wir endlich das Hafengelände verlassen.</p>
<p>Am nächsten Morgen werden wir mit den alltäglichen iranischen Problemen konfrontiert. Wir brauchen Benzin und das bekommt man nur mit einer Bezugskarte oder man kauft es auf den Schwarzmarkt. Wir stärken uns erstmal mit einem opulenten Hähnchenspieß und werden die Probleme später angehen.</p>
<p>Nach dem Essen fährt er uns zu einer Tankstelle, dort bekommen wir Benzin von seinem Kontingent, aber dem noch nicht genug, er bezahlt den Sprit auch noch für uns. Theo und ich sind sprachlos. Diese Gastfreundschaft überwältigt uns. Er lädt uns in sein Haus ein, doch wir müssen ablehnen, denn wir wollen heute noch weiter nach Kerman.</p>
<p>Es geht in die Berge. Schafenherden ziehen an uns vorbei. Hirtenjungen versuche sie zusammen zu halten. Ich bin von der Bauweise der vorbeiziehenden Lehmhäuser beeindruckt. Sie haben alle mehrere kleine Kuppeln aufgesetzt. Im Inneren ist es herrlich kühl. Ein idealer Aufenthaltsort bei diesen Außentemperaturen.</p>
<p>Die Reise führt uns weiter Richtung pakistanische Grenze. Wir stoppen in Bam. Hier gab es einmal eine herrliche alte Lehmstadt mit Festungsanlage. Nach einem Erdbeben ist leider nicht viel mehr viel übrig geblieben. Ich bin erschrocken als ich durch die Ruinen laufe. Was für ein Kulturgut hier zerstört worden ist? Ein Wiederaufbau wird Jahrzehnte dauern. Bis dahin ist vielleicht schon das nächste Erdbeben über die Region gezogen?</p>
<p>Wir rollen weiter Richtung Pakistan. An den Tankstellen werde ich immer wieder positiv überrascht, die Menschen teilen das wenige Benzin mit uns und bezahlen auch noch für uns. Die Krönung erleben wir in der Nähe von Zahedan. Erst bekommen wir von einem Chemieprofessor vollgetankt, danach versorgt uns seine perfekt organisierte Frau Gurken mit Salz. Salz macht durstig. Schon wird mir ein Glas Wasser gereicht.</p>
<p>Ich empfinde die Iraner als die freundlichsten Menschen meiner Reise. Wir sind ein bisschen traurig das Land so schnell wieder verlassen zu müssen, denn gerne hätten wir noch weiter diese Freundlichkeit genossen.
</p>
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